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MAIS MÉDICOS 

Kubas Ärzte in Brasilien und die Gründe ihrer Rückkehr 

Die Ärztin Indira García Arredondo, die in Venezuela und in Brasilien gearbeitet hat, wird authentisch über die humanitäre Hilfe Kubas in Brasilien und die Situation der Menschen dort berichten. Vor dem Hintergrund des Rechtsrucks und des erzwungenen Rückzugs der medizinischen  Spezialisten Kubas wird sie die Gründe und die dramatischen Folgen für Millionen armer Menschen aufzeigen. Angesichts des mehrfachen Rollbacks von politischen und humanitären Entwicklungen in Lateinamerika werden zur Zeit die humanistischen Errungenschaften vorheriger, eher linker Regierungen durch Regime-Changes zunichte gemacht. Die Mittel sind  Wahlbeeinflussung (social media, Kirchen, Medien), Putsch(-versuche) und wirtschaftliche und politische Erdrosselung.

Im Juli 2013 wurde durch Initiative von Präsidentin Dilma Rousseff eine umfassende medizinische Hilfe Kubas in unterversorgten Gebieten Brasiliens vereinbart. 2016 wurde sie in einem mehr als fragwürdigen Prozess ihres Amtes enthoben. In einer beispiellosen Komplizenschaft mit der Justiz gelang es der Rechten auch, den Expräsidenten Lula 2017 nach einem international umstrittenen Prozess wegen Korruption zu fast neun Jahren Haft verurteilen zu lassen, die Lula seit April 2018 in einem Gefängnis absitzt. Das verhinderte seine Wiederwahl 2018 und ermöglichte so, unterstützt von den Medien und evangelikalen Sekten, die Wahl des Kandidaten der extremen Rechten Jair Bolsonaro zum Präsidenten.

Seit Beginn des Programms „Mais médicos“,  das von Dilma Rousseff initiiert wurde, waren  seit 2013 über 20.000 Kubaner in Brasilien tätig, welche in 5 Jahren mehr als 113 Millionen (!) Patienten behandelten. Zuletzt waren über 9.000 kubanische Ärzte und Krankenpfleger in mehreren tausend unterversorgten Gemeinden des Landes, in Favelas und Amazonien tätig. Im Dezember 2018 zog Kuba seine Mediziner aus Fürsorgepflicht und wegen des offensichtlichen Vertragsbruches komplett zurück, nachdem der neu gewählte rechtsextreme brasilianische Präsident Bolsonaro unter dem Beifall der USA die einseitige Veränderung der Vertragsbedingungen ankündigte, die Qualifikation der kubanischen Ärzt*innen anzweifelte und sie als Sklaven eines diktatorischen Regimes bezeichnete. Kuba fürchtete mit Recht auch um die Sicherheit seines Fachpersonals, das sich freiwillig für den auch nicht schlecht bezahlten Einsatz gemeldet hatte.

Donnerstag, 5. September 2019, 19:00 Uhr

Veranstalter: Cuba Sí

Anmeldung: nicht erforderlich

Ort: Haus der Kulturen, kleiner Seminarraum

Kategorie: Aus aller Welt

Anmerkung: mit der kubanischen Ärztin Dr. Indira García Arredondo sowie Dr. Klaus Piel und Dr. Regina Mertens von HCH Bochum

Kennnummer: 100790

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MAIS MÉDICOS 

Kubas Ärzte in Brasilien und die Gründe ihrer Rückkehr 

Die Ärztin Indira García Arredondo, die in Venezuela und in Brasilien gearbeitet hat, wird authentisch über die humanitäre Hilfe Kubas in Brasilien und die Situation der Menschen dort berichten. Vor dem Hintergrund des Rechtsrucks und des erzwungenen Rückzugs der medizinischen  Spezialisten Kubas wird sie die Gründe und die dramatischen Folgen für Millionen armer Menschen aufzeigen. Angesichts des mehrfachen Rollbacks von politischen und humanitären Entwicklungen in Lateinamerika werden zur Zeit die humanistischen Errungenschaften vorheriger, eher linker Regierungen durch Regime-Changes zunichte gemacht. Die Mittel sind  Wahlbeeinflussung (social media, Kirchen, Medien), Putsch(-versuche) und wirtschaftliche und politische Erdrosselung.

Im Juli 2013 wurde durch Initiative von Präsidentin Dilma Rousseff eine umfassende medizinische Hilfe Kubas in unterversorgten Gebieten Brasiliens vereinbart. 2016 wurde sie in einem mehr als fragwürdigen Prozess ihres Amtes enthoben. In einer beispiellosen Komplizenschaft mit der Justiz gelang es der Rechten auch, den Expräsidenten Lula 2017 nach einem international umstrittenen Prozess wegen Korruption zu fast neun Jahren Haft verurteilen zu lassen, die Lula seit April 2018 in einem Gefängnis absitzt. Das verhinderte seine Wiederwahl 2018 und ermöglichte so, unterstützt von den Medien und evangelikalen Sekten, die Wahl des Kandidaten der extremen Rechten Jair Bolsonaro zum Präsidenten.

Seit Beginn des Programms „Mais médicos“,  das von Dilma Rousseff initiiert wurde, waren  seit 2013 über 20.000 Kubaner in Brasilien tätig, welche in 5 Jahren mehr als 113 Millionen (!) Patienten behandelten. Zuletzt waren über 9.000 kubanische Ärzte und Krankenpfleger in mehreren tausend unterversorgten Gemeinden des Landes, in Favelas und Amazonien tätig. Im Dezember 2018 zog Kuba seine Mediziner aus Fürsorgepflicht und wegen des offensichtlichen Vertragsbruches komplett zurück, nachdem der neu gewählte rechtsextreme brasilianische Präsident Bolsonaro unter dem Beifall der USA die einseitige Veränderung der Vertragsbedingungen ankündigte, die Qualifikation der kubanischen Ärzt*innen anzweifelte und sie als Sklaven eines diktatorischen Regimes bezeichnete. Kuba fürchtete mit Recht auch um die Sicherheit seines Fachpersonals, das sich freiwillig für den auch nicht schlecht bezahlten Einsatz gemeldet hatte.

Donnerstag, 5. September 2019, 19:00 Uhr

Veranstalter: Cuba Sí

Anmeldung: nicht erforderlich

Ort: Haus der Kulturen, kleiner Seminarraum

Kategorie: Aus aller Welt

Anmerkung: mit der kubanischen Ärztin Dr. Indira García Arredondo sowie Dr. Klaus Piel und Dr. Regina Mertens von HCH Bochum

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