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Wie erlebst Du Rassismus?

Einladung zur 3. Videokonferenz

Gesellschaftliche Entwicklungen, so wie wir sie gegenwärtig in Minneapolis (USA) aus der Ferne miterleben, sind sicherlich für alle ein tragischer Weckruf. Doch ähnliche oder subtilere Formen des Rassismus können sich im gesellschaftlichen „System“ einnisten und Wirkungen auf unseren Zusammenhalt entfalten, die nicht minder verheerend sind.

Vor diesem Hintergrund fragen wir uns:

Thema: Wie steht es um den institutionellen Rassismus hier in unserer Gesellschaft?

Datum: Mo., 8. Juni 2020 17:30 - 19:00

Als institutionellen Rassismus oder auch strukturellen Rassismus bezeichnen wir jene Rassismusformen, die durch ihre strukturellen Mechanismen Angehörige bestimmter ethnischer Minderheiten ausschließen oder benachteiligen. Dies ist unabhängig davon, ob die Akteure innerhalb der Institutionen absichtsvoll handeln oder nicht.

Wir laden hiermit herzlich zur 3. Videokonferenz aus der Reihe „Rassismus geht uns alle an!“ ein und möchten uns darüber austauschen, in welchen Institutionen oder Strukturen wir „Rassismus im System“ vermuten oder erleben. Wir weisen darauf hin, dass dieses Thema bereits Anfang April geplant war und nicht erst aus aktuellem Anlass auf unserer Agenda steht

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme

Wie nehme ich teil?

  1. Formlos per E-Mail anmelden an: migra@hdk-bs.de
  2. Sie erhalten Zugangsdaten für die Tagesveranstaltung per E-Mail zugeschickt
  3. Technische Voraussetzung: ein PC, Smartphone, Tablet, iPhone, iPad mit Internetzugang

Bitte melden Sie sich möglichst bis 3 Tage vor Termin an, damit wir Sie bei technischen Schwierigkeiten beraten und Ihnen rechtzeitig helfen können.

Bei Rückfragen oder Bedarf an technischem Support: 
Adama Logosu-Teko: adama.logosu-teko@hdk-bs.de, Tel. 0531 38 949 540

Witere Termine:

Montag, 22. Juni 2020, 17.30–19.00 Uhr

Montag, 6. Juli 2020, 17.30–19.00 Uhr

RASSISMUS GEHT UNS ALLE AN!

Hintergrundinformationen zu Vorurteilen und Rassismus

Alltagsrassismus

Menschen mit Migrationshintergrund und People of Color (PoC) sind in Deutschland in vielfacher Weise mit Herabsetzungen, verbalen und tätlichen Übergriffen sowie Vorurteilen konfrontiert. Für viele von ihnen ist Rassismus und die damit einhergehende Diskriminierung eine wiederkehrende Alltagserfahrung in verschiedenen Lebensbereichen, zum Beispiel im Beruf, in Schule und Ausbildung oder bei der Wohnungssuche.

Struktureller Rassismus

Im Unterschied zum Alltagsrassismus ist struktureller Rassismus in den Organisationsstrukturen einer Gesellschaft verankert und ist für die Betroffenen viel schwerer zu erkennen. Struktureller Rassismus bezeichnet regelmäßige – bewusste oder unbewusste – diskriminierende Verhaltens-weisen von Beschäftigten in Behörden oder diskriminierende Abläufe in Institutionen, in Unter-nehmen und anderen Organisationen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund und PoC.

Alltags- und struktureller Rassismus treffen nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund und PoC, aber diese in besonderem Maße. Sie erleben in allen Lebensbereichen signifikant höhere Benachteiligungen als Herkunftsdeutsche weißer Hautfarbe. In den letzten Jahren haben zudem rassistische Angriffe, Beleidigungen und Ausgrenzungen in Deutschland zugenommen. Angefeuert durch populistische Debatten um „Überfremdung“ sind diese nicht nur „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen, sondern auch „salonfähig“ geworden.

Der Rassist in uns …

Rassismus geht nicht nur von Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft aus. Rassismus gibt es auch unter Menschen mit Migrationshintergrund und PoC. Daher ist es ebenfalls eine Aufgabe auch innerhalb dieser Zielgruppe, die eigene Rolle zu hinterfragen und sich selbst für eine antirassistische Gesellschaft einzusetzen.

Rassismus geht uns alle an! Und wir können alle etwas dagegen tun.

Alltags- und struktureller Rassismus haben sehr negative Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen und auf das gesellschaftliche Zusammenleben insgesamt. Gleichzeitig wird in Deutschland wenig darüber gesprochen. Wenn in der aktuellen politischen Debatte Rassismus thematisiert wird, dann häufig im Zusammenhang mit Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit. Rassismus ist jedoch ein gesamtgesellschaftliches Problem und kein vorrangiges Problem politscher Randgruppen.

Eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit Rassismus kann deswegen nur gelingen, wenn die Vertreter*innen der Mehrheitsgesellschaft sich mit ihrer eigenen Rolle beim Rassismus auseinandersetzen, und darüber hinaus ein direkter Dialog mit von Rassismus betroffen Menschen stattfindet. Zielgruppe sind allgemein am Thema Interessierte (Ehren- wie Hauptamtliche), Betroffene sowie Multiplikator*innen.

Multiplikator*innen erwerben grundlegendes Wissen über Rassismus und werden befähigt, sich für den Abbau von Rassismus in ihrem Aufgabenbereich einzusetzen.

Download der Hintergundinformationen

Einladung zur Veranstaltungsreihe

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