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Weltgeschmack - Buchvorstellung bei Graff

EIN BERICHT HINTER DEM BILD
Text: Dora Balistreri
Bild: Ivano Polastri

Angesichts der aktuellen Herausforderungen, der Kriege und Konflikte, der Naturkatastrophen und Hungersnöte, der politischen Intrigen und wirtschaftlichen Spiele, des Terrorismus und der Frage nach der kulturellen Identität scheinen die Unterschiede zwischen den Menschen so gewaltig zu sein, dass befürchten werden dürfte, sie könnten sich niemals einig werden. Die Geschichte beweist uns, dass die Menschheit seit jeher versucht, Lösung und Auswege für alle Problematiken zu finden, die sich die Menschen selbst zuschreiben. Große Dichter und Denker, Gläubige und Philosophen, Musiker und Künstler, Träumer und Utopisten, Anführer von Revolutionen und Frauenbewegungen haben uns Ratschläge geben, neue Wege gezeigt, sogar ihr Leben für ihre Ideen riskiert. Die Antwort auf die Frage, ob die Welt heute ein besserer und sicherer Ort geworden ist, ist jedem Einzelnen überlassen.

Braunschweig, den 29. August 2016 um 20 Uhr in der Buchhandlung Graff. Etwa 100 Menschen sitzen im Halbkreis, ein Buch auf dem Schoß, großes Gelächter. Ihre Aufmerksamkeit gilt vier Frauen, die auf dem Pult um einem Stehtisch miteinander reden. Auch sie lachen, lauter als alle andere. Dabei hätten sie unterschiedlicher nicht sein können: Etty Neumann stammt aus Indonesien und ist nach Deutschland gekommen, um Krankenschwester zu werden. Vivi-Lore Nzouatcham lebte bis vor einigen Jahren noch im Kamerun, hat 11 Geschwister und ist nun selbst Mutter. Parvin Hemmecke-Otte kommt aus dem Iran und ist auf eine Pistazienplantage aufgewachsen. Dora Balistreri ist Italienerin und hat vor kurzem ihr Masterstudium in Hildesheim abgeschlossen.
Die Liebe erlernt man, den Hass ebenfalls. Religion wird erzogen, Konflikte entflammen aus Rache. Kriege werden aus Überzeugung geführt. Aber das Lachen, das ist die grundlegendste aller menschlichen Reaktionen, die fest in uns sitzt, die wir alle vereint, die uns zu dem macht, was sich hinter dem lang diskutierten und noch auf ewig geheimnisvollen Wort „Mensch“ verbirgt.

Aber warum gleichen sich diese Frauen, obwohl sie sich in ihrer Hautfarbe, ihrem Kleidungsstil, ihrer Herkunft und ihrer Glaubensrichtung so sehr unterscheiden? Die Antwort ist genauso einfach wie das Lachen selbst.
Sie, gemeinsam mit anderen Akteuren, haben zusammen an ein langgeplantes Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Haus der Kulturen und seinen Mitgliedern gearbeitet. Das Ziel des Projekts? Die Darstellung kultureller Essgewohnheiten aus aller Welt in einem Kochbuch, persönliche Geschichten von Migranten, die sich heute in Braunschweig zu Hause fühlen. In über 70 Rezepten präsentieren die Mitglieder des Hauses von England, Haiti, über Syrien, Tunesien, Italien bis nach Korea, Kamerun und Polen einzigartige Gerichte, in denen Erinnerungen, Träume, Heimatsgefühle und Hoffnung verborgen sind. Weitere sieben berühmte Persönlichkeiten aus der Region, wie etwa Alexander Riehl vom Restaurant Zucker, der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig Ulrich Markurth und Alexander Fasanya, Inhaber der Kochschule Braunschweig, wurden im Projekt involviert.
Mit der Unterstützung zahlreicher Förderer und der professionellen Arbeit der Werbeagentur Propaganda und der Reisewelt Plus ist ein Produkt entstanden, welches den Anforderungen des Buchhandels gerecht wird – im Layout, aber auch in der interkulturellen Botschaft, die jedem Leser beim Durchblättern des Buches vermittelt wird.

Vielleicht ist die Welt heute nicht besser und sicherer geworden und vielleicht hat die Menschheit noch lange nicht die Werte verinnerlicht, für die so viele Dichter, Denker, Gläubige, Philosophen, Musiker, Künstler, Träumer, Utopisten und Anführer der großen Revolutionen gestorben sind. Aber solange es Projekte gibt, die den Austausch zwischen den Kulturen fördern, die sich für die Vielfalt der Meinungen, der Religionen und der Weltvorstellungen einsetzen, solange gibt es Hoffnung – und viel zu lachen.
oße Dichter und Denker, Gläubige und Philosophen, Musiker und Künstler, Träumer und Utopisten, Anführer von Revolutionen und Frauenbewegungen haben uns Ratschläge geben, neue Wege gezeigt, sogar ihr Leben für ihre Ideen riskiert. Die Antwort auf die Frage, ob die Welt heute ein besserer und sicherer Ort geworden ist, ist jedem Einzelnen überlassen.

Braunschweig, den 29. August 2016 um 20 Uhr in der Buchhandlung Graff. Etwa 100 Menschen sitzen im Halbkreis, ein Buch auf dem Schoß, großes Gelächter. Ihre Aufmerksamkeit gilt vier Frauen, die auf dem Pult um einem Stehtisch miteinander reden. Auch sie lachen, lauter als alle andere. Dabei hätten sie unterschiedlicher nicht sein können: Etty Neumann stammt aus Indonesien und ist nach Deutschland gekommen, um Krankenschwester zu werden. Vivi-Lore Nzouatcham lebte bis vor einigen Jahren noch im Kamerun, hat 11 Geschwister und ist nun selbst Mutter. Parvin Hemmecke-Otte kommt aus dem Iran und ist auf eine Pistazienplantage aufgewachsen. Dora Balistreri ist Italienerin und hat vor kurzem ihr Masterstudium in Hildesheim abgeschlossen.
Die Liebe erlernt man, den Hass ebenfalls. Religion wird erzogen, Konflikte entflammen aus Rache. Kriege werden aus Überzeugung geführt. Aber das Lachen, das ist die grundlegendste aller menschli-chen Reaktionen, die fest in uns sitzt, die wir alle vereint, die uns zu dem macht, was sich hinter dem lang diskutierten und noch auf ewig geheimnisvollen Wort „Mensch“ verbirgt.

Aber warum gleichen sich diese Frauen, obwohl sie sich in ihrer Hautfarbe, ihrem Kleidungsstil, ihrer Herkunft und ihrer Glaubensrichtung so sehr unterscheiden? Die Antwort ist genauso einfach wie das Lachen selbst.
Sie, gemeinsam mit anderen Akteuren, haben zusammen an ein langgeplantes Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Haus der Kulturen und seinen Mitgliedern gearbeitet. Das Ziel des Projekts? Die Darstellung kultureller Essgewohnheiten aus aller Welt in einem Kochbuch, persönliche Geschichten von Migranten, die sich heute in Braunschweig zu Hause fühlen. In über 70 Rezepten präsentieren die Mitglieder des Hauses von England, Haiti, über Syrien, Tunesien, Italien bis nach Korea, Kamerun und Polen einzigartige Gerichte, in denen Erinnerungen, Träume, Heimatsgefühle und Hoffnung verborgen sind. Weitere sieben berühmte Persönlichkeiten aus der Region, wie etwa Alexander Riehl vom Restaurant Zucker, der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig Ulrich Markurth und Alexander Fasanya, Inhaber der Kochschule Braunschweig, wurden im Projekt involviert.
Mit der Unterstützung zahlreicher Förderer und der professionellen Arbeit der Werbeagentur Propa-ganda und der Reisewelt Plus ist ein Produkt entstanden, welches den Anforderungen des Buchhan-dels gerecht wird – im Layout, aber auch in der interkulturellen Botschaft, die jedem Leser beim Durchblättern des Buches vermittelt wird.

Vielleicht ist die Welt heute nicht besser und sicherer geworden und vielleicht hat die Menschheit noch lange nicht die Werte verinnerlicht, für die so viele Dichter, Denker, Gläubige, Philosophen, Mu-siker, Künstler, Träumer, Utopisten und Anführer der großen Revolutionen gestorben sind. Aber so-lange es Projekte gibt, die den Austausch zwischen den Kulturen fördern, die sich für die Vielfalt der Meinungen, der Religionen und der Weltvorstellungen einsetzen, solange gibt es Hoffnung – und viel zu lachen.

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